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Heilpflanzen bei Blutergüssen, Quetschungen, Zerrungen, Prellungen, posttraumatischen Weichteilschwerden

  • Annette Di Fausto
  • 15.12.2019
  • Phytotherapie


Danach habe ich euch am 15. Dezember im Advenstkrimi gefragt.

Immer wieder war natürlich Arnika dabei, DIE Heilpflanze für Verletzungen. Eine Teilnehmerin hat sie als die HEILIGE Arnika bezeichnet.

Arnika wird in der Phytotherapie nur äußerlich angewendet. Sie ist eine Planze aus der Familie der Korbblütler und aus der Familie habt ihr mir auch etliche andere Pflanzen genannt:

z.B. Calendula (Ringelblume) und Millefolium, die Schafgarbe. Und das ist natürlich korrekt. Korbblütler haben so viele Wirkstoffe:

Flavonoide, ätherische Öle, Cumarine und mehr.

Arnika wirkt entzündungshemmend, antiseptisch, antimykotisch, schmerzlindernd, antiödematös, durchblutungsfördernd, es fördert die Resorption des Blutergusses und wie Echinacea ist es immunstimulierend.


An 2. Stelle steht ganz bestimmt Symphytum, der Beinwell, dazu hier ein kleines Video zur Herstellung einer Beinwellsalbe

Beinwell insbesondere bei Bandscheibenbeschwerden, Blutergüssen, Knochenbrüchen, Muskelverletzungen, Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen, Rheuma

Dann noch:

Johanniskraut, Hypericum perforatum - u. A. schmerzstillend

Steinklee, melilotus officinalis - abschwellend

Rosskastanie, aesculus hyocastanum - u.A. abschwellend


Toll fand ich dass einige die Heublumen genannt haben:

eine heiße Heublumenpackung (auch bei allen (muskel-)rheumatischen Erkrankungen, schmerzenden Gelenken/Muskeln/Sehnen, bei Nervenschmerzen, Hexenschuss, nach Knochenbrüchen)


und Enzyme wie Bromelain aus der Ananas. Frank ergänzt: die proteolytischen Enzyme Bromelain, Papain, ...

Einige haben aber auch Rhus toxicodendron, Ruta graevolens und Ledum palustre genannt.

Diese werden aber "nur" homöopathisch eingesetzt, denn sie sind giftig und haben Negativ-Monographien.


Und vielen Dank an Kerstin:

Ich verwende mit sehr großen Erfolg nach anfänglicher leichter Kühlung (nicht eiskalt) und Ruhigstellung einen Umschlag mit Schwedenbitter getränkt (bis die Haut sich wieder warm anfühlt liegen lassen) und danach einen Umschlag mit Rotöl (Johannisblütenöl) für ein paar Stunden oder über Nacht, dazu noch Arnica in der D6 (3 Globuli unter der Zunge zergehen lassen) und der Spuk ist schon fast vorbei.

Helfen kann auch Beinwell o. Ringelblume o.ein Mix aus Rotöl versetzt mit ätherischen Öl von Engelwurz, Lavendel, Wacholder, Rosmarin. u.v.v.m.

Statt Schmerztablette, falls die obere Anwendung gerade nicht möglich ist, sind Bromelainpräparate, Weidenrinde oder Mädesüss gekaut (junger Trieb einer Weide ganz langsamm abgeknabbert und gut eingespeichelt, als Soforthilfe oder auch später sehr gut.

Zu Hause können auch warme Auflagen mit Quark oder Ingwer helfen. Die Naturapotheke hält gerade für diesen Fall sehr, sehr viele Möglichkeiten bereit.

Wichtig ist die vorübergehende Ruhigstellung - der Körper verlangt Ruhe!!!!


Mayte, danke dir für diesen Beitrag:

Anbei meine Vorschläge.

Arnika:

Aus Arnika werden viele Produkte (z.B. Tinkturen, Salben, Gels, Öle) hergestellt, um Blutergüsse, geschwollene Gelenke, Prellungen und Verstauchungen zu behandeln. Zur Behandlung von Sportverletzungen wie z.B. Quetschungen bieten sich insbesondere Umschläge aus Arnikablüten Tee an

Beinwell:

die verschiedenen Inhaltsstoffe (Allantoin, Gerbstoffe, Rosmarinsäure, Cholin und Schleimstoffe) wirken positiv auf die Wundheilung und haben geweberegenerierende Effekte. Dadurch ist Beinwell ein hochwirksames Heilmittel bei diversen Verletzungsarten wie z.B. Prellungen, Quetschungen und Verstauchungen.

Kohlwickel

wirken kühlend, schmerzlindernd, abschwellend und entzündungshemmend. Deshalb sind sie ein sehr geeignetes Mittel für Prellungen, Zerrungen u.ä.

Bockshornklee

Umschläge mit einer Paste aus gemahlenen Bockshornkleesamen sorgen dafür, dass Gelenkschwellungen durch Sportverletzungen schneller zurückgehen und Entzündungen besser abklingen

Cayennepfeffer

die darin enthaltenen Scharfstoffe reizen die Haut, was zu einer verstärkten örtlichen Durchblutung führt und sich wohltuend auf verletzte Gelenke und Muskulatur auswirken kann.

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