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Frage 8. Dezember - Dissoziative Halluzinogene

  • Annette Di Fausto
  • 08.12.2019
  • Heilpraktiker Prüfungsvorbereitung


1.Frage:

Dissoziativ bedeutet aufgelöst, getrennt, abgespalten

in der Psychologie bedeutet es den völligen Verlust der normalen Integration von Erinnerungen an die Vergangenheit des Idenditätsbewußtseins der unmittelbaren Empfindungen und der Kontrolle von Körperbewegungen. 

Dissoziativa sind psychotrope Substanzen, die über Aktivität an NMDA- oder Opioidrezeptoren eine halluzinogene und eine dissoziative Wirkung entfalten 

„Dissoziativ“ bedeutet, dass ein Gefühl der Depersonalisierung auftritt (man hat das Gefühl, sich außerhalb des eigenen Körpers zu befinden)

Durch das Entkoppeln mentaler Prozesse vom Bewusstsein, kann es zu dem Eindruck kommen, dass mehrere Existenzebenen nebeneinander existieren. Das Ich-Bewusstsein scheint sich aufzuspalten. Man hat „das Gefühl, neben sich zu stehen“ oder erlebt die Umwelt als fremd. Im Extremfall geht die Aufspaltung der eigenen Identität so weit, dass sich zwei Identitäten bilden, die voneinander nicht wissen.

Dieses Gefühl kann auch noch Tage oder Wochen nach einem dissoziativen Rausch anhalten.

Manche beschreiben es auch als das Getrenntsein von Körper und Geist bzw. als ein Gefühl, dass sich die Umwelt bruchstückhaft auflöst.

2.Frage: Weitere dissoziativ wirkende Halluzinogene sind Savinorine, die in ihrer Struktur mit den Aztekensalbei verwandt sind (Salvia divinorum ist ein halluzinogen wirkender Salbei)

Außerdem: Ketamin, PCP, DXM, Lachgas

Ketamin ist eigentlich ein Narkose- und Schmerzmittel – aber mitterweile eines der Dinge, das am häufigsten aus dem Apothekerschränkchen entwendet und auf der Straße verkauft wird

Lachgas -Beim Einatmen wirkt es analgetisch und schwach narkotisch. Es wirkt nicht muskelrelaxierend, auf Organfunktionen (Herz, Lunge, Leber) nahezu neutral.

Dextromethorphan (DMX) - wirkt auf das Hustenzentrum im ZNS, kommt im Rahmen der Therapie des Reizhustens zum Einsatz 

Salvinorin A - der Aztekensalbei ist eine psychoaktive Substanz mit psychogenen Wirkungen. Wirkungen sind zum Beispiel außerkörperliche Erfahrungen, das Gefühl, dass zwei Welten parallel existieren würden, Gefühl der Unwirklichkeit, Visualisierung von Musik, Hören von Gefühlen, transzendente Gefühle, Entkopplung mentaler Prozesse vom Bewusstsein --> die Unterscheidung zwischen Traum und Realität fällt zunehmend schwerer 

Methoxphenidin (MXP) - wurde erst 1989 von einem Pharmaunternehmen als Medikament gegen Gehirnschäden zum Patent angemeldet. In höheren Dosierungen können Halluzinationen und außenkörperliche Erfahrungen auftreten. Das Schmerzempfinden ist stark herabgesetzt oder komplett abgeschaltet. Cave: Es besteht die Gefahr, sich zu verletzen, ohne es zu merken. Bei MXP handelt es sich um eine bislang kaum erforschte Substanz. 

Phencyclidin (PCB) - dissoziatives Anästhetikum und psychotrope Substanz. Ist aber wegen schwerwiegender Nebenwirkungen (Psychose, Abhängigkeit) nicht mehr zugelassen. Als synthetisches Halluzinogen wurde es auch als Designerdroge missbraucht. 

Lysergsäurediäthylamid (LSD) - wahrscheinlich die bekannteste Substanz. Greift tief in die menschliche Wahrnehmung ein. Es kommt zu Sinnestäuschungen, Veränderung des Körperbewusstseins, des Raum-/Zeitgefühls, Euphorie, Gedankensprünge, veränderte und intensivierte Wahrnehmung der Umwelt, Angstzustände, Paranoia, tiefe Gedankengänge. Da LSD als Gefühlsverstärker wirkt, können Empfindungen (v. a. bei negativer Grundstimmung) in Angstgefühle und Panik umschlagen. Meist ist es dann unmöglich, Wirklichkeit und Rausch auseinander zu halten. Die größte Gefahr ist das "Hängenbleiben". Bereits bei einmaligem Konsum können schwere psychische Störungen ausgelöst werden. LSD kann psychisch abhängig machen, jedoch nicht körperlich.

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