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Adventskrimi 2. Dezember: Apropos Matrix Metalloproteinasen

  • Annette Di Fausto
  • 01.12.2019
  • Kurioses

Synonym Matrix Metalloproteasen.

Hier einige eurer Antworten:

1. Es sind beim Menschen 23 MMP's bekannt. Sie sind hauptverantwortlich für die Zersetzung gesunden Gewebes durch maligne Tumorzellen. Mutationen können Erbkrankheiten, Dysplasie und Zahnschmelzbildungsdefekte führen. Im Grunde genommen, können sie überall dort einwirken, wo Gewebe vorliegt (also auch an den Gefäßen usw.)

2. Die Matrix Metalloproteinasen stehen im Zusammenhang mit kardiovaskulären Erkrankungen, v.a. Plaqueruptur bei instabiler Angina pectoris, Aortenaneurysma, linksventrikuläre Dilatation bei dekompensierter Herzinsuffizienz. Die MMPs sind in der Lage, die durch eine außerordentlich hohe protolytische Resistenz gekennzeichneten fibrillären Kollagene der kardiovaskulären Extrazellulärmatrix zu degradieren. 

3. Matrix-Metalloproteasen sind hauptverantwortlich für die Zersetzung gesunden Gewebes durch z.B. maligne Tumorzellen. So können zum Beispiel auch Bakterien wie Clostridien mit Hilfe dieses Enzyms kollagenes Bindegewebe abbauen und sich rasch im Gewebe ausbreiten. Es gibt noch eine Vielzahl von Enzymen wie das ACE (Angiotensin converting Enzym u.a. aus der Lunge, das eine Rolle in der RAAS spielt), die Gelatinasen, die von verschiedenen Bakterien gebildet werden, u.a. von Pseudomonas aeruginosa und Serratia marcescens.  Die Gelatinasebildung durch Streptococcus faecalis in der Darmflora wird als ein möglicher Faktor für die Entstehung chronischer Darmentzündungen diskutiert. Interessant ist auch, dass das Botulinumtoxin und das Tetanustoxin auch zu den MMPs anderer Lebewesen gehören.

4. Matrix Metalloproteinasen sind Enzyme. Sie beschleunigen die Spaltung von Peptidverbindungen in Eiweißen. Man kann sie in der Medizin einsetzen für die Behandlung unterschiedlicher Krankheiten, wie M. Dupuytren, Arthritis, Krebs, COPD, Paradontose etc. Mutationen dieser Enzyme können aber Ursache für bestimmte Erbkrankheiten sein.

5. Sie spielen wohl eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung von Tumoren in gesundem Gewebe und ich denke auch von Metastasenbildung, dadurch dass sie während des Tumorwachstums für das Zerstören der Basalmembran zuständig sind. Metallo deswegen, weil sie durch die Bindung eines Cofaktors, eines Metall-Kations aktiviert werden.

6. Mutationen in 3 MMP Genen können die Ursache sein für seltene Erbkrankheiten: Torg Winchester Syndrom, 2 Dysplasie Formen, Zahnschmelzbildungsdefekte.

7. Mit Metallo werden solche Proteinasen klassifiziert, für deren Aktivität ein Metallion (meist Zink) essentiell ist. Sie haben eine Schlüsselrolle im Wundheitlungsprozess, denn sie spalten beschädigte Proteine, damit sich neues Gewebe bilden kann und die Wunden heilen können. Sogar im Wurzeldentin lässt sich MMP nachweisen.

Zuviel Wundproteasen führen allerdings zu einem Abbau neu gebildeter Proteine (z.B. Wachstumsfaktoren und –Proteine) und dadurch zu Gewebsverlust und damit verbunden Wundheilungsstörungen und einem längeren entzündlichen Stadium des Heilungsprozesses. Deshalb kann bei schlecht heilenden Wunden der Proteasespiegel erhöht sein.

Aber auch an zahlreichen anderen wichtigen Umbauprozessen der Extrazellulärmatrix sind sie beteiligt wie zum Beispiel während der Embryonalentwicklung und bei Wachstumsprozessen. Und last but not least sind sie auch im Rahmen von Tumorinvasion und Metastasierung beteiligt und Mutationen in drei MMP-Genen können die Ursache für seltene Erbkrankheiten sein

Hier kommt was Eva Homer am Telefon geantwortet hat:


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