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Autor Thema: Plötzlicher Kindstod  (Gelesen 514 mal)
HP Silke
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« am: August 25, 2010, 07:24:00 »

aus dem BDH Newsletter von heute:
Plötzlicher Kindstod

6 Punkte zur Risikominderung
Der plötzliche Kindstod, oder SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) ereilt Säuglinge vorwiegend in den ersten sechs Lebens- monaten, meist im Schlaf, aber auch in der Aufwach- oder Einschlafphase. Der SIDS ist die häufigste Todesursache im Säuglingsalter in den Industrienationen.

Eine körperliche Ursache für SIDS ist nicht auszumachen, dennoch gibt es Stressfaktoren, die dazu führen, dass der Säugling einem erhöhtem Risiko ausgesetzt ist. Hier ein Erklärungsmodell:

 Triple -Risk Model
Das Kind befindet sich in einem empfindlichen und verwundbaren Entwicklungsstadium seines Nerven- und Immunsystems.
Es liegen bestimmte genetische Strukturvarianten (Polymorphismen) im Stoffwechsel von Serotonin vor, und es kommen Stressfaktoren von außen hinzu, wie falsche Schlaflage, Überwärmung, Infektionen oder eine Belastung durch rauchende Eltern".

Allein die Beachtung dieser Stressfaktoren lässt das Risiko entschei- dend minimieren. Seit 1998 erfolgt eine Aufklärungskampagne durch die sich das Auftreten des Plötzlichen Kindstodes um die Hälfte reduziert hat.

█ Die Empfehlungen lauten:

    * Schlafen in Rückenlage
    * Rauchfreie Umgebung
    * Stillen
    * Schlafen im eigenen Bettchen im Elternschlafzimmer
    * Verwendung eines Schlafsacks
    * Schutz vor Überwärmung.

Immer wieder wird die Bauchlage und rauchende Eltern als Hauptursache für den Plötzlichen Kindstod genannt. Man nimmt an, dass bei Verzicht auf das Rauchen während der Schwangerschaft die Sterblichkeit um weitere 30% verringert werden könnte.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit hatte die Ergebnisse der Präventionskampagne ausgewertet und stellte dabei fest, dass nur
14 Prozent der Eltern sich an alles sechs Empfehlungen gehalten hatten.
Die niedrigste Anzahl an SIDS-Fälle haben die Niederlande, dort wurden die Empfehlungen schon früher in den Massenmedien propagiert.

Impfungen sollen das Risiko für den SIDS deutlich verringern.

Quelle: InfoKampagne Bayern ; Evaluation der Präventionskampagne
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"Geh Du vor," sagte die Seele zum Körper, "auf mich hört er ja nicht." - " Ich werde krank werden," sagte der Körper, "dann hat er Zeit, auf Dich zu hören."               Konfuzius (?)
Clause
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« Antworten #1 am: August 25, 2010, 02:16:11 »

 Cheesy Cheesy

Das mit den Impfungen habe ich nicht verstanden  Huh?
Wie kann das in Zusammenhang stehen  Huh?

 Smiley Smiley
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HP Eva Schmid
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« Antworten #2 am: August 25, 2010, 03:08:57 »

Durch den Schutz vor Infektionen - Hib, Pneumokokken etc.. Sie spielen manchmal eine Rolle.
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Eva Schmid
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Marylin
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« Antworten #3 am: September 08, 2010, 09:39:18 »

Ah, mein Thema ;-)

Also: mein 2. Sohn starb mit 9 Monaten(!) 4 Wochen nach einer 5-fach-Impfung - laut Obduktion- am plötzlichen Kindstod.

Leider gelten Impfschäden nur, wenn sie innerhalb 48 h nach der Impfung eintreten....

Deshalb sollte man sich - gerade beim Thema Impfen - alle Infos (pro und contra) anhören und erst dann entscheiden.

Zum Schlafen in Rückenlage:

finde ich persönlich viel gefährlicher - wenn das Kind erbricht, ist die Gefahr zu ersticken doch wesentlich höher. (ausserdem liegen Affenbabies doch - ausser beim Stillen - auch immer in Bauchlage)

Als ich Baby war, wurde die Bauchlage propagiert, denn so könne das Baby den Kopf zur Seite drehen, falls es mal erbricht.
Ausserdem verhindert diese Bauchlage auch eine Fussfehlstellung: bei Kindern, die viel in Seiten- oder Rückenlage geschlafen haben, stehen die Füsse (die Zehenspitzen) stark nach innen - das kann ja auch nicht gesund sein  Huh?

Ich habe eher das Gefühl, dass es in der Medizin auch einen Generationen-Konflikt gibt: alle 25 - 30 Jahre sind auf einmal die vorletzten Empfehlungen wieder besser, als die letzten ;-))

_____________________________________________

Nichtsdestotrotz sollte man aber auch daran denken (selbst wenn man alle Risikofaktoren ausschaltet), dass es immer noch gewisse Erfahrungen, die man im Leben einfach machen muss, gibt.

Es ist zudem traurig, dass viele, gerade wenn es um Kinder, das Thema Tod vermeiden.

Obwohl der Tod das einzig Sichere im Leben ist!
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"Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“

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HP Eva Schmid
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« Antworten #4 am: September 08, 2010, 11:00:01 »

Oh Marylin, das tut mir so leid Cry Du hast mir das ja vor einiger Zeit erzählt und seitdem denke ich noch mehr über dieses Thema nach. Ich weiß nicht, wie oft ich nachts die Atmung meines Sohnes kontrolliere und momentan liegen wir beide mit einem schlimmen Atemwegsinfekt hernieder (ihm geht es allerdings um Welten besser als mir), so dass ich noch öfter schaue.

Aber wenn sie es noch so oft empfehlen - mein kleiner Schatz (5 Monate) schläft bei mir im Bettchen Smiley

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Eva Schmid
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Helga
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« Antworten #5 am: September 10, 2010, 08:47:31 »

@ Marylin


Nachdem ich gerade gelesen habe was du schriebst, moechte ich mich einmal spontan bei dir bedanken.

Fuer deinen Mut, es uns allen zu erzaehlen
Fuer die Erzaehlung deines Schmerzes, der obwohl unteilbar, nun doch in jedem wohnt, der dich gelesen hat.
Fuer deine Ehrlichkeit, die von Herzen kommt, Menschen aufmerksam zu machen und sie aus ihrem "Versteck "zu locken, wo es scheinbar keinen Tod gibt.
Fuer deine Liebe, uns zu erzaehlen, dass es deinen kleinen Jungen gab und gibt und das er weiterhin in dir wohnt und wir nun auch an ihn denken koennen.

Das alles, finde ich sehr grosszuegig von dir!  Smiley

Vielen Dank und liebe Gruesse Helga
 
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Marylin
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Skype: leviathina1


« Antworten #6 am: September 11, 2010, 09:47:46 »

@ Helga

vielen dank für deine lieben worte!  Kiss

obwohl ich diese erfahrung nicht mehr machen möchte, möchte ich sie auch nicht missen...

es sind die (meist) schmerzhaftesten erfahrungen, die uns auf unserem weg voranbringen, uns unsere wahre stärke zeigen und somit mut machen auf alles, was noch kommen kann.

ich war damals sehr überrascht, wieviele menschen in ihren familien bereits mit dem plötz.kindstod konfrontiert waren - aber man spricht nicht darüber  Undecided

ebenso war es sehr interessant zu beobachten, wie sich die mitmenschen (insbesondere die nachbarn) auf einmal merkwürdig verhielten:

lag es daran, dass zuerst einmal die eltern als mordverdächtig galten und das eigene tote kind beschlagnahmt wurde - oder - das denke ich, trifft eher zu  Wink : dass die menschen eben nicht wissen, wie sie mit diesem thema umgehen und den betroffenen begegnen sollen.
(soetwas lernt man ja nicht in der schule...)

das ist auch der grund, weshalb ich gelegenheiten aufgreife, um anderen zu zeigen: es geht immer weiter, es gibt andere, die diese schmerzen und erfahrungen teilen. und ich freue mich, wenn ich jemandem auf seinem weg begleiten, in seinem schmerz helfen kann - vlt. auch andere blickwinkel zu beachten....

meine wohl grösste erfahrung war (hat aber dennoch wehgetan ;-):

trauer ist purer egoismus - man selbst vermisst den körper, den man sehen, fühlen, hören, riechen,...konnte.
die seele ist ja immer noch da - nur eben (für die meisten) nicht mehr sicht-, fühl-, hörbar.

der verstand versucht diese starken emotionen zu begreifen - und wenn man seinen weg gefunden hat, verstand und emotionen in einklang zu bringen, hat man - meiner meinung nach - seine trauerarbeit geleistet...


es ist eine zeit, eigene grenzen zu durchbrechen, neue türen zu öffnen - wie phönix aus der asche...

jetzt muss ich aber in den unterricht :-))
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